Tipplgucker - Sudetendeutsche Landsmannschaft Oberfranken

Die Sudetendeutschen
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Dalken
Tipplgucker

eine kleine Auswahl
an heimatlichen Kochrezepten
Wir wollen unseren Surfern eine kleine Auswahl   von Rezepten aus der heimatlich- böhmischen und erzgebirgischen Küche anbieten. Wir würden uns freuen, wenn Sie  für Ihren Gaumen das Richtige finden würden. Natürlich sind Ihre persönlichen Rezepte hier auch erwünscht. Teilen Sie uns diese mit unter muerlingerlangen@hotmail.de

Ihr Webmaster Helmut Mürling


Kräutlsupp

7 Wiesenkräuter (oder weniger) sind erforderlich. Sie sollten nur junge Pflanzen verwenden. Die Zeit ist am besten im Frühjahr etwa bis Mitte Mai. Danach sind die Pflanzen zu "ausgewachsen". Es empfiehlt sich auch die Kräutln etwas abseits der Wohnsiedlungen zu pflücken.

Zutaten: 7 Kräuter: Brennessel, Kotzenschwanzln (Schafgarbe), Maistöckblätter (Löwenzahn), Gunnermoo, Erdbeerblätter, Brombeerblätter, Sauerampfer. Je nach Menge 1-4 Eier, 1 l Rindfleischboullion.

Zubereitung: Die Kräutln waschen. In ausreichend Wasser aufkochen lassen, mit dem Wiegemesser zerkleinern. Die Eier in die Suppe einrühren, zuletzt mit dem Boullionwürfel ca. 4 Minuten kochen lassen.


Powidl

Auf 1 kg Zwetschgen 25 Deka* Zucker.

Zum Powidlkochen war die Herdplatte des alten Küchenofens ideal. In einem Steintopf (die Rastelbinder haben diese Töpfe mit Draht eingeflochten)werden entkernte und durch die Fleischmaschine gedrehte Zwetschgen unter häufigem Umrühren 2-3 Stunden gekocht (jedes Familienmitglied muß eine Zeitlang rühren, damit der Powidl lange hält). Zuletzt wird der Zucker zugegeben und alles noch einmal aufgekocht. Man kann auch von Anfang an mit Zucker kochen, nur dauert dann die Kochzeit viel länger und der Powidl kocht leichter an. Noch heiß füllt man den Powidl in Gläser und bindet sie mit Pergamentpapier zu.


"Rauche Mod"

Gekochte Kartoffeln reiben, salzen und mit Mehl wie zu einem Streußel abbröseln. In einer Pfanne zerläßt man Fett, bröselt den Teig darauf, drückt ihn mit den Händen leicht an, streut Butterflöckchen darüber und bäckt ihn im heißen Rohr schnell rösch. Die Rauche Mod ißt man zu Soßen oder mit Kompott.


Schwommesoß

Die getrockneten Schwamme muß man am Abend vorher einweichen. Mit Zwiebel, Salz und etwas Kümmel werden sie dann weich gekocht und abgeseiht. In die Flüssigkeit quirlt man dann Milch mit etwas Mehl verrührt ein und schmeckt die Soß mit Salz, Essig und Zucker ab.. Dann werden die gehackten Schwamme wieder in die Soß gegeben; man ißt dazu Erdäpfel oder Kartoffelknödel.


Schwammesupp

Die ausgeschnittenen Teile und Stiele der Schwämme hat man zur Schwammesupp verwendet. Getrocknete Schwämme muß man einweichen. Zwiebeln werden in Fett angeröstet, dann wird Wasser aufgegossen und darinnen die Schwämme weichgekocht. Nun dickt man die Suppe mit einer Einbrenne oder mit Schmetten ein und schmeckt sie mit Salz ab. Zum Schluß kann man auch mit einem Ei legieren.


Gebackene Knödle
nach Anton Günther

Ka´s denn wos Bessersch gaabn
als wie gebackne Knödle?
Mer lackt die Händ on de Finger dernach,
als wie de Katz de Pfötle!
S`gehärt fei gar net viel derzu:
E paar Ärdäppel, Quark on Butter
e wing Gries on e poor Rosining drauf
dos is es beste Futter.
Gebackene Knödle on e paar Preißelbeer
on e Topp Kaffee schmeckt jeden;
s´Wasser laaft ann in Maul z´samm
härt mer när emol dervo reden.
on denkt mer dra, fängt schu der Mogn
ve Freiden a ze brumme;
drum loß mer in Arzgebirg
über gebackene Knödle nischt komme !


Semmelwawe

Zutaten: 4- 6 trockene Semmeln, 1 Ei oder 2 Eigelbe, 1/4 l Vollmilch, 3 Eßlöffel Rosinen, 2 Eßlöffel Rum, 60 g Tafelbutter, 1 Prise Zimt, etwas Vanillezucker, abgeriebene Zitronenschale, 2 Eßlöffel Zucker.

Zubereitung: Die Rosinen auf einen flachen Teller legen und mit Rum beträufeln. Die Semmeln in schmale Streifen schneiden. Zucker, Rosinen, Milch mit den Eigelben verquirlen. Die Schneidsemmeln auf einen flachen Teller legen und mit dem Gemisch übergießen. Nach dem Aufsaugen der Flüssigkeit die Semmelscheben in eine stark gebutterte Pfanne oder Auflaufform schichten und in der vorgeheizten Röhre bei mittlerer Hitze backen, bis der Teig goldbraun ist.

Noch warm in Portionen schneiden, mit Zimt und Vanillezucker sowie Staubzucker besieben. Eventuell mit Zwetschgenröster servieren.

Eisschokolade

Zutaten: 25 deka* Puderzucker, 25 Deka* Ceres**, 5- 8 gehäufte Kaffeelöffel Kakao, 1 Kaffeelöffel Rum.

Zubereitung: Puderzucker sieben und mit Kakao und Rum gut vermengen.Ceres zerlassen und löffelweise dem Zucker- Kakao- Rum  Gemisch zufügen. Alles gut zu einer glatten Masse verrühren. Ggf. noch etwas Rum zufügen. Die mir kaltem Wasser ausgespülten Förmchen mit der leicht streichbaren Masse füllen, sie auf einem Aluminiumblech bei einigen Minusgraden im Freien auf Schnee so lange stehen lassen, bis die Masse erstarrt (Natürlich eignet sich auch das Tiefkühlfach oder die Tiefkühltruhe). Die Schokolade läßt sich durch Klopfen der Förmchen auf einer festen Unterlage bzw. durch Anheben mit der Messerspitze leicht aus den Förmchen lösen. Kühl aufbewahren.

Getzen

Zutaten: 30 deka* Mehl 378 l Milch, 3/8 l Milch, 2 EL Zucker, 1 Vanillezucker, 3 Eier, Zimt Zucker, Backfett. Garzeit. 12- 15 Minuten. Strom. 180- 200 °, Gas. 1/2 Flamme, Regler 3-4.

Zubereitung: Aus Milch, Mehl, Zucker und Eiern einen glatten Pfannkuchenteig rühren. Die Getzenformen buttern und bis 1 cm unter den Rand füllen. Die obere, ebenfalls gebutterte, daraufgeben und bei guter Mittelhitze im Backofen braunbacken. Falls keine Formen vorhanden sind, wie einen Schmarrn backen, bei milder Hitze in der gebutterten Pfanne. Wenn der Boden braun ist, wenden, auf Platte geben, Tortenstücke abschneiden und mit Zimtzucker bestreuen. dazu gibt es meist frische Wald- oder Gartenerdbeeren, gezuckert oder mit Milch übergossen oder auch Schwarzbeer oder Preißelbeerkompott.

Liwanzen

Zutaten: 15 g Hefe, 3 deka Zucker, 1/2 l Milch, 25 deka Mehl, Salz, abgeriebene Zitronenschale, 1 Ei, 10 deka Fett, Marmelade, 5 deka getrockneter, geriebener Quark.

Zubereitung: Die Hefe mit Zucker, lauwarmer Milch sowie etwas Mehl verrühren und gehen lassen. Dann Salz, Zitronenschale, Ei, den restlichen Zucker und abwechselnd lauwarme Milch und Mehl zugeben. Alles gut verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Mit einer Serviette bedeckt noch 30 Minuten gehen lassen. Die Dalkenpfanne mit zerlassenem Fett ausstreichen und die kleinen Liwanzen darin auf beiden Seiten goldgelb backen. Die fertigen Liwanzen mit Marmelade bestreichen und mit Quark bestreuen.

Dalken

Zutaten: 1/3 l Milch 5 deka* Zucker, 2 deka* Hefe, 1/2 kg Mehl, Salz, 1 Eigelb, 5 deka* Margarine, 15 deka* Öl oder Ceres** zum Ausbacken, Powidl oder Marmelade, 10 deka* trockener geriebener Quark, 1 Tasse sauren Schmetten*** oder Joghurt.

Zubereitung: In die Hälfte der Milch einen Teelöffel Zucker, die Hefe zum Hefestück verrühren und gehen lassen. In eine Schüssel Mehl, Salz, Zucker, das Hefestück und die restliche Milch mit Eigelb und zerlassener Margarine geben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten und gehen lassen. Dann auf ein Holzbrett stürzen und mit dem Nudelholz fingerdick ausrollen. Mit einem Glas oder einer runden Form gleichgroße Plätzchen ausstechen, auf eine mit Mehl bestäubte Serviette legen und gehen lassen. Zwischendurch einmal wenden. Dann in erhitztem Fettbad ausbacken. Zunächst zugedeckt lassen, dann den Deckel abnehmen, die Dalken umdrehen und auf der anderen Seite goldbraun ausbacken. Die fertigen Dalken mit Powidl oder anderer Marmelade bestreichen, mit geriebenen Quark bestreichen und mit dickem Schmetten*** oder Joghurt beträufeln..- Die noch warmen Dalken können auch mit zerlassener Butter (5 deka) bestrichen und mit Zimtzucker bestreut werden.

Quarkknödel

Man vermenge im gleichen Verhältnisse Quark, Mehl und gekochte und
zerdrückte mehlige Erdäppel mit einer guten Menge Salz zu einem
glatten Teig. Die Erdäppel dürfen ein wenig überwiegen, dafür sollte
der Mehlanteil ein wenig geringer sein. Der Teig wird in Butter
goldbraun ausgebraten und mit Apfelmus, Kompott oder Salz serviert.

* deka = Dekagramm, entspricht 10 g
** Ceres= Pflanzenfett
*** Schmetten= Rahm
 
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